WC Sitz Montage

WC-Sitz montieren

In 3 Schritten den neuen WC-Sitz einbauen

Sei es innerhalb einer Badezimmer-Sanierung, beim Einzug oder weil die Toilettenbrille nach häufigem Nutzen nicht mehr ansehnlich aussieht: Das Knowhow über die Montage eines neuen WC-Sitzes braucht früher oder später wohl jeder. Da insbesondere die WC-Brille tagtäglich benutzt und somit auch abgenutzt wird, ist es sinnvoll, diese alle drei bis acht Jahre zu erneuern.

Auf dem Markt sind die verschiedensten Modelle erhältlich, doch glücklicherweise ähneln sich alle beim Einbau. Mithilfe dieser Schritt-für-Schritt Anleitung tauscht Du die WC-Utensilien schnell und einfach in Eigenregie.

Was Du für die Montage brauchst

neuen Toilettendeckel mit Sitzbrille und Material zum Befestigen

  • Gummihandschuhe
  • Kriechöl
  • Schraubenzieher
  • falls vorhanden: einen Montageschlüssel für denWC-Deckel, sonst eine Kombizange für Flügelschrauben
  • Gummihandschuhe
  • falls vorhanden: einen Montageschlüssel für WC-Deckel, sonst eine Kombizange für Flügelschrauben
  • Ratsche (Knarrenkasten), die auf die unteren Befestigungsmuttern passt
  • hochwertiges Reinigungsmittel für Keramik
  • eventuell eine Metallsäge oder Beißzange
  • Taschenlampe
  • eventuell Rostlöser

Schritt 1: Welcher Sitz darf es sein?

Toilettensitze sind in den unterschiedlichsten Designs sowie den verschiedensten Materialien erhältlich. Die gängigsten Modelle bestehen aus Kunststoff, Holzfaserplatten oder lackiertem Holz. Diese Werkstoffe überzeugen dank ihrer porenfreien Oberflächenbeschaffenheit durch Stabilität, Hautfreundlichkeit und überdurchschnittlicher Hygiene. Speziell für Kinder sind antibakterielle WC-Sitze oder Toilettensitze mit integriertem Aufsatz erhältlich.

Toilettendeckel mit einer Absenkautomatik punkten durch die automatische Abbremsung beim Schließen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Toilette behutsam und vor allem leise zuklappt.

Bei der Wahl des neuen WC-Sitzes kannst Du beispielsweise zwischen Toilettensitzen und Deckel aus robustem Holz wählen oder Dich für WC-Deckel aus Keramik entscheiden. Die verschiedenen Modelle von Toilettendeckeln solltest Du besonders beachten, falls es sich bei Deinem WC-Sitz um keinen Standarddeckel handelt. Im Notfall kannst Du die Maße des alten WC-Deckels notieren, dir eine Schablone vom Sitz anfertigen oder ihn zum Kauf gar als Vorlage mitnehmen. Besitzt Du das klassische Modell, dann sind alle Toilettendeckel gleich in ihren Maßen.

Völlig unabhängig von Deiner Auswahl gestaltet sich die Art der Befestigung – und die ist glücklicherweise immer dieselbe. Somit sind die nachfolgenden Montage-Schritte als allgemeingültig für die unterschiedlichen Produkte und Bauweisen zu sehen.

Schritt 2: Weg mit dem alten Deckel

Willst Du den neuen WC-Sitz direkt auf einer neuen Toilette anbringen, dann kannst Du sofort mit der Arbeit beginnen. Lege Dir vorab etwas Kriechöl, eine Kombizange und den Toiletten-Sitz mit den passenden Befestigungsteilen zurecht.

Soll der alte WC-Sitz hingegen nur ausgetauscht werden, wird dieser zunächst abmontiert. Um die oftmals festsitzenden Schrauben zu lösen, wird etwas Kriechöl an die Befestigung gegeben. Die Löcher findest Du am seitlichen, hinteren Ende der WC-Schüssel. Leuchte mit der Taschenlampe seitlich in die Öffnungen der Verschraubung. So kannst Du das verwendete Material besser erkennen.

Bei den Muttern handelt es sich in der Regel um Flügelmuttern. Sollten diese festgerostet sein, öffnest Du die Verschraubungen behutsam mit der Zange. Wurden stattdessen herkömmliche Muttern verbaut, setzt Du eine Nuss auf und löst die Konstruktion. Lässt sich durch den Rost oder durch einen zu festen Anzug nichts öffnen oder gar abreißen, kommt die kleine Eisensäge zum Einsatz.

Nach der Demontage reinigst Du die freigelegten Stellen gründlich, bevor Du den neuen Toilettensitz anbringst. Vor allem die Bohrungen an der Keramik wiesen nun viel Schmutz auf, der sich oft unter den breiten Gummidichtungen sammelt.

Schritt 3: So bringst Du den neuen Sitz an

Nach der gründlichen Reinigung führst Du die beiden Gewindestangen der Toilettenbefestigung in die vorgesehenen Öffnungen. Der neue Deckel wird also in entgegengesetzter Reihenfolge eingebaut. Du kannst dazu natürlich auch die beiliegende Montageanleitung zu Rate ziehen. Im Anschluss steckst Du die Belegscheiben oder Dichtungen auf das Gewinde. Die Stangen des neuen Sitzes kannst Du nun durch die vorgesehenen Aufnahmen im WC stecken.

Von unten wird die Toiletten-Gewindestangen-Konstruktion wiederrum mit Belegscheiben oder Dichtungen versehen. Zuletzt drehst Du die beiliegenden Flügelschrauben von unten auf die Gewindestangen. Ziehe diese allerdings noch nicht fest.

Zuerst wird nämlich die Position des neuen WC-Sitzes kontrolliert. Sollte dieser bereits mittig platziert sein, kannst Du die Schrauben festziehen. Ist das nicht der Fall, justierst Du die Scharniere einfach noch einmal auf der Keramik. Dabei arbeitest Du mit den Angeln des WC-Sitzes, welche Du am oberen Ende der Gewindekonstruktion findest.

Die offenen Seiten sollten hierbei genau gegenüberliegen. Drehe beide Angeln um etwa 45 Grad nach vorn und bringe die beiliegenden Zapfen des Toilettensitzes an den offenen Stellen an. Bringe im Anschluss den noch schrägen Deckel in die gewünschte Position und führe Angel und Zapfen dabei direkt aufeinander zu. Durch Deine Drehbewegung sollte der Zapfen nun automatisch in die offenen Stellen rutschen. Zum Schluss stehen sich die flexiblen Befestigungen wieder gegenüber.

Achte dabei stets darauf, nicht zu viel Druck auszuüben – sonst gibt es unschöne Kratzer auf der Toilettenschüssel oder die Schrauben werden in Mitleidenschaft gezogen.

Tipps & Tricks

Die Verschraubung lässt sich einfach nicht lösen

Bei ausgesprochen alten Modellen passiert es häufig, dass Rost der Gewindestange so stark zusetzt, sodass die Bauteile vollständig zerfressen sind. Die Scharniere kleben praktisch an der Keramik und lassen sich kaum bewegen und schon gar nicht öffnen. In diesem Fall verwendest Du nochmal das Kriechöl und sprühst die Befestigungen kräftig ein. Hier ist es sinnvoll, das Öl sogar über Nacht einwirken zu lassen, um die Keramik vor möglichen Kratzern durch zu starke Druckeinwirkung zu schützen.

Am nächsten Tag versuchst Du wiederrum mit der Zange die Verschraubungen zu öffnen. Sollte alles nichts helfen und die Befestigung lässt sich nicht lösen, kommt die Metallsäge zum Einsatz. Vorsichtig sägst Du die Gewindestange im oberen Bereich der Keramik ab. Die verbleibenden Metallteile fallen dann einfach ab. Im Anschluss reinigst Du die Toilette gründlich, vor allem im Bereich der Bohrungen und Abdichtungen.

Der WC-Sitz wackelt – was tun?

Der Toilettendeckel wird unzählige Male jeden Tag bewegt und muss den tagtäglichen Belastungen standhalten. Dass der WC-Sitz zu wackeln beginnt und verrutscht ist also nur eine Frage der Zeit. In der Regel sind es Kleinigkeiten, die sich im Handumdrehen beheben lassen. Lose oder lockere Scharniere sorgen für das Wippen oder Rutschen. Zuerst kontrollierst Du also, ob die Scharniere und Befestigungen einwandfrei miteinander verbunden sind. Ist das nicht der Fall, ziehst Du sie einfach wieder fest.

Ein wackliger Toilettensitz kann allerdings auch dem Vergessen der Gummiunterlegscheiben zugrunde liegen: Die Dichtungen sind vor allem bei einer hastigen Montage schnell vergessen und der Deckel beginnt zu rutschen. Das Gewinde bekommt ohne die Unterlegscheiben zu viel Spielraum. Kontrolliere also bei einem wackelnden WC-Sitz, ob das gesamte Material verbaut wurde. Ist das bereits der Fall, kann es an zu dünnen Gummischeiben liegen. Die Schrauben können bei unzureichender Dichtung nicht richtig festgezogen werden. Die zu dünnen Scheiben tauschst Du dann einfach gegen hochwertigere Varianten aus und das Wackeln ist schnell behoben.

Video: WC- Sitz montieren