Category Archives for Ratgeber

WC – Tiefspüler versus Flachspüler

Die innere Bauform der Toilette - eine echte Glaubensfrage

Ein deutsches Badezimmer besitzt eine durchschnittliche Lebensdauer von über 20 Jahren, da solltest du auf Einrichtung und Ausstattung des Bades besonderen Wert legen.

Toiletten sind Orte des Individualismus und der Intimität aufgrund des menschlichen Schamgefühls, weil der Nutzer allein auf der „Schüssel“ hockt und dennoch indirekt mit nachfolgenden Nutzern oder sogar einer breiten Öffentlichkeit in Kontakt steht (z.B. über den Geruch und verschiedene Nutzungs- und Reinlichkeitsvorstellungen).

Die Bezeichnungen Tiefspüler und Flachspüler aus dem Sanitärfachjargon beziehen sich auf die innere Bauform der Toilette.

Ein Flachspüler-WC ist heute eher seltener in heimischen Bädern anzutreffen. Es besitzt im Inneren eine Art Stufe bzw. Vorsprung. Der Abfluss befindet sich durch die Form oftmals ein Stück weit von der Wand weg. 

Der Ablauf zum Siphon ist somit nach vorne gerichtet zur Raummitte. Daher ist ein Flachspül-WC ohne gute ausreichende Belüftungsvoraussetzungen für private Haushalte sowie öffentliche und in sich geschlossene Einrichtungen eher weniger geeignet.

Unterschiede

Der Unterschied zwischen Tief- und Flachspülern besteht darin, dass gerade ältere und kranke Menschen darauf achten sollten, wie ihr Stuhlgang aussieht. Bei einem sogenannten Plumsklo (=Tiefspüler) ist das hingegen aufgrund der Bauform äußerst schwierig.

Bei einer flachen Toilette hingegen, bemerkt man jedoch Blut im Stuhl oder sonstige Unregelmäßigkeiten oder Auffälligkeiten auf den ersten Blick beim Abspülen.

Bei Flachspülern kann es - je nach Konsistenz des Stuhlgangs (z.B bei Verstopfung) - beim Spülvorgang zu Wasserspritzern über den Klobrillenrand kommen (ebenfalls unhygienisch). Markenkeramik ist in jedem Falle bei beiden Modellvariaten empfehlenswert, da bei diesen Modellen im Rahmen der Fertigung häufig eine bessere Lasierung unter dem Rand erfolgt. Markenflachspüler lassen sich entgegen weitverbreiteter Annahmen über lästige Bremsspuren gut reinigen.

In den meisten Industrienationen findet man häufig am Beckenrand von Toiletten sogenannte Duftspüler oder -steine, die durch Abgabe von Düften unangenehme Gerüche der Exkremente überlagern und für mehr Sanitärhygiene sorgen.

Flachspüler hatten ursprünglich den Vorteil, dass bei Verrichtung keine lästigen Wasserspritzer an Hinterteil und Oberschenkel des Sitzenden gelangen.

Für medizinische Zwecke in Kranknhäusern und Arztpraxen ist es so zudem leichter möglich, wenig verwässerte Stuhlproben zur weiteren Analyse zu entnehmen.

Bei den heutzutage meist verbauten Tiefspülern gelangen die menschlichen Exkremente hingegen direkt in das Spülwasser, was einen Schutz der Keramik vor hartnäckigen Schmutzspuren und weniger Geruchsbildung zur Folge hat. Die Kanten und der Spülrand werden in der Regel nach dem Basis-Gipsguss manuell verputzt; nicht zu gießende Bestandteile der Keramikschüssel wie der Trennsteg bei Tiefspülern dann im unteren Bereich des Geruchsverschlusses eingearbeitet. Diese Form ist unter anderem in Nordamerika, Frankreich und England sowie zunehmend in Deutschland und Österreich verbreitet.

Innovation Kaskade - ein Blick in die Abort-Zukunft

Eine moderne Modifikation klassischer Spülsysteme ist das Kaskaden-WC; der Abfluss zum Siphon ist dementsprechend rück- bzw. wandseitig gebaut, so dass die Keramikzunge zuverlässig Wasserspritzer ans Gesäß abhält.

Kleine Abzieh- und Wassersparkunde für Profis

Der Spülvorgang unterscheidet sich jedoch bei europäischen und nordamerikanischen Toilettenvarianten: Während in Europa das beim Spülen einlaufende Wasser die Exkremente wegtransportiert, wird in Nordamerika in den Siphonverläufen ein Teil des Spülwassers als Wasserstrahl eingeleitet. Die Ausscheidungen in der Kloschüssel werden folglich durch Sog entleert und dann wird wieder mit Wasser aufgefüllt. Der Wasserstand in amerikanischen Tiefspülern ist daher deutlich höher als in europäischen Modellen.

Insgesamt ist jedoch der Wasserverbrauch eines Tiefspülers geringer als beim Flachspüler. Breits überholte Spülkastentechnik (meist überkopf montiert) verbraucht - ununterbrochen- für einen Spülvorgang bis zu 12 Liter kostbares Wasser.

Aufgrund verbesserter Wasserführung in der Toilettenschüssel reicht jedoch heute die Hälfte oder sogar nur ein Viertel der bisher üblichen Wassermenge; außerdem kann durch integrierte Spartasten die Wasserspülung manuell beendet werden. Der befürchtete, unhygienische Nachteil des Wasser-Zurückspritzens (=Rückschlagwelle als First World Problem) bei festem Stuhl wird aufgrund der speziellen Bauform weitestgehend eingedämmt. Alternative, um auf Nummer sicher zu gehen: bei einem Tiefspüler-WC sollte man im Vorfeld ein Blatt Klopapier hineinlegen.

Es gibt Modelle des Tiefspülers, die über eine flachere Vorderseite verfügen, so dass man etwas weiter vorne sitzend auf der Klobrille weniger Spritzer produziert. Einziges Manko der Tiefspüler-WCs sind auf lange Sicht durch Absetzungen verstopfte Abflussrohre.

Fazit

Preislich gesehen gibt es zwischen Flach- und Tiefspülern wiederum keine großen Unterschiede. Daher sollte sich deine Wahl an deinen individuellen Bedürfnissen orientieren.

Beide Varianten finden sich sowohl bei klassischen Standtoiletten als auch bei moderneren Hänge-WC's. Wenn du über zwei WC's verfügst, solltest du einen Tiefspüler für das Gäste-WC wählen und einen Flachspüler für dein privates Badezimmer - so hast du immer die Wahl. Für Gewerbebetriebe, Gastronomie, Gästetoiletten und öffentliche Toilettenanlagen sind Tiefspüler das A und O, um den Gestank so weit wie möglich einzudämmen.

Hat man ein WC ohne Fenster, ist das ein Aspekt, der für einen Tiefspüler spricht, da der Kot gleich ins Wasser fällt und somit weitgehend geruchsneutral bedeckt ist.

WC Sitz mit Absenkautomatik Funktionsweise und Vorteile

Das harmonische Zusammenleben mit Mitbewohnern kann getrübt werden, wenn du vergisst, den Toilettendeckel nach dem Gang auf das WC zu schließen. Meist handelt es sich nicht einmal um eine böse Absicht, sondern einfach um eine Gewohnheit, die für den Partner jedoch unangenehm sein kann. Es ist eine Streitfrage, ob der Toilettensitz geschlossen oder hoch geklappt sein soll und jeder kann logische Argumente für seine Ansicht liefern, jedoch muss immer einer der beiden nachgeben. Mit einem WC Sitz mit Absenkautomatik gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Es handelt sich um eine alternative Lösung, bei welcher die jahrelang antrainierte Gewohnheit außer Acht gelassen werden kann.

WC Sitz Absenkautomatik Funktionsweise?

Die innovativen WC-Deckel überzeugen mit einer wirkungsvollen Technik, die eigentlich ziemlich simpel ist. Der Sitz und der Deckel wird bei jedem Toilettensitz durch ein Scharnier miteinander verbunden. Wenn du dich nicht für einen herkömmlichen WC-Sitz, sondern einen WC Sitz mit Absenkautomatik entscheidest, so befindet sich in diesem Scharnier ein dämpfendes Element. Es handelt sich häufig um eine Feder, jedoch kann auch ein anderes System im Scharnier verbaut sein.

Wenn du den Deckel schließt, so bremst der jeweils eingebaute Mechanismus das Fallen des Deckels. Unabhängig davon, wie schwungvoll du den Deckel bewegst, schließt der Deckel stets langsam. Dies bietet den Vorteil, dass der Deckel nicht schwungvoll und Laut auf dem Sitz aufschlägt und die Materialien abnutzt.

Vorteile einer Klobrille mit Abesenkautomatik

Leises Schließen des Deckels

Wenn du auf eine geringe Geräuschentwicklung Wert legst, so bieten sich WC-Deckel an, die mit einer Softclose-Automatik ausgestattet sind. Die speziell entwickelten WC-Sitze sind nicht nur funktionaler als herkömmliche Klodeckel, sondern auch leiser. 

Der WC-Deckel wird während des Absenkens ohne dein Zutun abgebremst. Diese Funktion ist äußerst praktisch, da der Deckel stets leise und sanft zuklappt und du kein lautes Klappern verursacht. Somit weckst du deine Mitbewohner weder in der Nacht noch früh am Morgen durch unvorsichtiges oder zu schwungvolles Herunterklappen des Deckels auf.

Langlebigkeit

Vorteilhaft ist auch, dass das Material des Deckels geschont wird und der Toilettendeckel somit langlebiger ist.

Geringeres Verletzungsrisiko

Durch das automatische Absenken des Toilettendeckels kannst du das Verletzungsrisiko im Bad oder WC für dich, deine Mitbewohner und Gäste minimieren.

Herkömmliche Deckel können die Finger von deinen Kindern einklemmen und es kann zu einer Verletzung kommen. Dies kann deinen Kleinen mit einer automatischer Absenkung nicht passieren, da der Deckel langsam schließt.

Blickfang

Mittlerweile sind zahlreiche ansprechende Modelle am Markt, die deinen Sanitärraum aufwerten können. Wähle aus unterschiedlichen Formen, Farben, Designs und mach deinen WC-Sitz zum Blickfang.

Unterschiedliche Materialien

Toilettendeckel mit Absenkautomatik kannst du in unterschiedlichen Materialien erwerben. Du kannst dich für einen klassischen WC-Sitz aus Holz entscheiden oder du wählst ein Modell aus einer mittel dichten Faserplatte. Ebenso sind zahlreiche WC-Sitze mit Absenkautomatik erhältlich, die aus Kunststoff gefertigt sind. Duroplast ist beispielsweise ein beliebter Kunststoff für WC-Sitze mit Absenkautomatik, da es mehrere Vorteile bietet. Einerseits ist Duroplast sehr stabil und langlebig, andererseits kannst du diesen WC-Sitz ohne große Mühe reinigen. Duroplast zeichnet sich auch dadurch aus, dass dieses Material weder Keimen noch Bakterien einen Nährboden bietet. Somit ist dieses Material sehr hygienisch.

Wenn du dich für ein Modell aus Kunststoff entscheidest, kannst du zwischen einer enormen Auswahl an unterschiedlichen Farben und Designs wählen.

WC-Sitze aus Holz und MDF weisen mehrere Nachteile auf. Da diese beiden Materialien eher anfällig für kleine Kratzer sind, kann Feuchtigkeit eindringen. Ebenso setzen sich in den kleinen Beschädigungen leicht Keime fest. Somit steigt das Infektionsrisiko.

Worauf muss ich beim Kauf eines WC-Sitzes mit Absenkautomatik achten?

Wenn du dich für einen WC-Sitz mit automatischer Absenkung entscheidest, solltest du großen Wert auf die Qualität legen und folgende Auswahlkriterien beachten.

Es gibt nicht viele Merkmale, die von Bedeutung sind, jedoch sind diese wenigen von großer Wichtigkeit.

Achte besonders auf die Verarbeitung und das Material, aus welchem der Sitz, das Scharnier und des Bremsmechanismus hergestellt ist.

Wichtig ist, dass das Material unkompliziert, schnell gereinigt werden kann. Speziell bei Toilettensitzen solltest du Hygiene groß schreiben und somit zu einem Material wählen, welches du hygienisch reinigen kannst wie beispielsweise Kunststoff oder mittel dichte Faserplatten.

Nicht jeder Kunststoff weist dieselbe Qualität auf. Achte beim Kauf darauf, dass das Material äußerst robust ist, da es mehrmals täglich beansprucht wird.

Wichtig ist auch, dass du zu einem Material greift, welches nicht anfällig für Verschleißerscheinungen ist. Besonders ratsam sind dicke WC-Sitze, welche jahrelanger Beanspruchung Stand halten und die nicht gleich zu Bruch gehen, wenn du dich auf den geschlossenen Toilettendeckel setzt.

Wie teuer ist ein WC-Sitz mit Absenkautomatik?

Du musst nicht viel tiefer in die Tasche greifen als für ein herkömmliches Modell ohne automatische Absenkung.

Hochqualitative Sitze kannst du zwischen 30 und 50 Euro erwerben und es sind auch zahlreiche empfehlenswerte Modelle erhältlich, die nicht so teuer sind.

Welcher Deckel passt zu meiner Toilette?

Vor dem Kauf solltest du dir die Form deiner Toilette genau ansehen, da der Deckel mit Absenkautomatik auf deinen Thron passen sollte.

Fazit

WC-Sitze mit Absenkautomatik maximieren einerseits den Komfort, andererseits tragen sie zur Sicherheit in der Toilette oder im Bad bei.

Du hast die Wahl zwischen zahlreichen Ausführungen, unterschiedlichen Designs, verschiedensten Farben und Motiven und allen Preisklassen.

Alte Gewohnheiten müssen nicht geändert werden:

Seit mehreren Jahren ist ein WC mit Absenkautomatik die Lösung für die leidsame Diskussion und Beeinträchtigung der Harmonie. Es handelt sich um eine langfristig umsetzbare Kompromisslösung, bei welcher weder du noch dein Partner antrainierte Gewohnheiten ändern musst.

WC-Sitz Hersteller

Bemis

Der WC-Sitz-Hersteller Bemis hat sich das Logo "Innovation für den Alltag" auf die Fahnen geschrieben. Und getreu diesem Leitspruch stellt das Unternehmen aus Großbritannien Produkte für den gehobenen Anspruch her. Die WC-Sitze bestechen durch eine schlichte Optik. Überwiegend sind die Modelle in klassischem Weiß oder Schwarz gehalten - nur wenige Sitze setzen sich von dieser Linie ab, Modefarben suchen Kunden hier aber vergebens. So schlicht die Optik ist, so durchdacht sind auch die Funktionen.

Eine Absenkautomatik und langsam schließende Scharniere gehören bei Bemis zum Standard. Für Kunden, die es ganz einfach mögen, hat der Hersteller aber auch Modelle ohne jeden Schnörkel im Angebot - einfache aber robuste Toilettensitze. Preislich bewegt sich Bemis im unteren Segment. Die einfachen Modelle sind bereits für 30 Euro zu haben. Kunden, die Extras wie langsame Scharniere wünschen, sind mit 40 Euro dabei. Alle Sitze sind so gestaltet, dass sie auch von Laien einfach montiert werden können.

Cornat

Conmetall hat seinen Sitz im niedersächsischen Celle und hat Produkte für das gesamte Bad im Angebot. Unter dem Handelsnamen Cornat werden in Deutschland auch WC-Sitze gefertigt. Selbst bei diesem eigentlich kleinen Detail achtet der Hersteller stets auf Design. So gibt es Sitze in den aktuellen Trendfarben und mit ausgefallenen Designs. Aber auch Liebhaber einer klassischen Linie werden bei Cornat fündig - es gibt auch WC-Sitze in schlichtem Schwarz und Weiß. Eine ganz besondere Technologie ist "Quick up and Clean". Sie sorgt stets für einen hygienisch einwandfreien Sitz. Die Preispanne bei Cornat richtet sich ganz nach der Ausstattung. Das einfachste Modell in Weiß ist bereits für unter zehn Euro im Handel erhältlich. Wer mehr möchte, muss natürlich auch tiefer in die Tasche greifen. Ein Sitz in ausgefallenem Design und mit Absenkautomatik schlägt mit rund 50 zu Buche. Sitze mit der "Quick up an Clean" Technologie gibt es bereits ab 40 Euro.

Duravit

Duravit stellt in Deutschland WC-Sitze für Menschen her, die auf der Suche nach einer klassischen Linie sind. Die Sitze sind passend für die übrige Badausstattung konzipiert. Sie passen aber auch auf Toiletten anderer Hersteller. Duravit stellt passend zu den übrigen Produkten auch WC-Sitze im D-Code-Format her.

Bei den Farben wagen die Baden-Württemberger keine Experimete. Nahezu alle Sitze sind in schlichtem Weiß gehalten. Ein Fakt der sicher dem großen Kundenstamm aus Wirtschaft und Verwaltung geschuldet ist. Entsprechend robust sind die Sitze aber auch gestaltet. Für Kunden mit hohen Ansprüchen gibt es auch Sitze mit Absenkautomatik - für geräuschloses und sanftes Schließen.

Preislich bewegt sich Duravit mit seinen WC-Sitzen im oberen Segment. Die günstigsten Modelle sind im Handel ab etwa 30 Euro zu haben - dann allerdings ohne jedes Extra. Wer mehr möchte, muss bei Duravit auch mehr ausgeben. Einen Sitz mit Absenkautomatik gibt es ab etwa 60 Euro.

Haro

Hamberger Sanitary produziert unter der Marke Haro WC-Sitze. In Röhrdprf bei Rosenheim werden Produkte gefertigt, die einfach aber durchdacht sind. Dafür haben die Bayern bereits den Red Dot Design-Award bekommen. Dabei zeichnen sich die Sitze von Haro durch eine schlichte Eleganz aus. Kein Firlefanz - einfach klare Linien und klare Farben. Technisch finden hier Kunden die ganze Palette. Für einfache Ansprüche gibt es Sitze ohne viele Extras. Einfach ein robuster und schlichter Sitz, die in fast jedes Badezimmer passt. Anspruchsvolle Kunden finden hier aber Sitze mit Easy-Close-Technologie. Sie sorgt für ein sanftes und geräuschloses Schließen. Die Sitze sind perfekt auf die Badezimmer Linien des Unternehmens abgestimmt - passen aber auch auf viele andere Produkte.

Preislich spielen die Sitze von Haro im Mittelfeld mit. Ein Sitz ohne Extras ist im Handel für rund 25 Euro erhältlich. Sitze mit der Easy-Close-Technologie schlagen mit rund 60 Euro zu Buche.

Ideal

Der bekannte Bad-Zubehör Hersteller Ideal Standard hat seinen Sitz in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn. Natürlich hat Ideal auch WC-Sitze in seinem Portfolio stehen. Bekannt wurde die Marke als Ausstatter von Unternehmen und Behörden. Inzwischen gibt es die Produkte aber auch im gut sortierten Fachhandel. Den Bedürfnissen der größten Kundengruppe entsprechend sind die Produkte von Ideal in schlichtem Weiß gehalten - ohne langweilig zu wirken. Die Sitze sind in Design und Größe auf die übrigen Produkte von Ideal abgestimmt. Sie passen aber auch auf Produkte anderer Badausstatter. Hier müssen aber unbedingt die Maße abgeglichen werden. Ideal ist ein Premium-Hersteller. Insofern verfügen die meisten Sitze über Extras wie eine Absenkautomatik. Nur wenige Modelle verzichten auf derlei Komfort.

Preislich bewegt sich Ideal deswegen auch im oberen Segment. Für einen einfachen Sitz ohne Extras werden mindestens 40 Euro fällig. Wer einen Sitz mit Extras wünscht, muss vergleichsweise tief in die Tasche greifen. Solche Sitze kosten bis zu 150 Euro.

Keramag

Die bayerische Firma Keramag hat sich einen Namen als Ausstatter von Wirtschaft und Verwaltung gemacht. Für ihre Kunden produziert er komplette Badaustattungen - selbstverständlich auch WC-Sitze. Diese fallen dementsprechend schlicht aus. Im Handel findet sich kaum ein Modell, dass nicht weiß ist. In den Abmessungen sind die Sitze auf die Toilettenschüsseln von Keramag abgestimmt. Wer ein anderes Modell im Badezimmer hat, sollte genau auf die Maße achten. Selbstverständlich finden sich im Portfolio der Firma auch Sitze mit Extras wie Absenkautomatik.

Was den Preis angeht, so spielt Keramag im gehobenen Mittelfeld. Ein Sitz ohne Extras kostet im Handel rund 40 Euro. Wer mehr Luxus sucht, der muss diesen auch bezahlen. Die Topmodelle kosten um die 90 Euro.

Pressalit

Der dänische Hersteller Pressalit hat sich auf Bad- und Küchenlösungen für Großkunden spezialisiert. Insofern gehören natürlich auch WC-Sitze zum Portfolio des Herstellers. Wie bei Herstellern für Großkunden üblich, sind sie in Weiß gehalten. Entsprechend schlicht ist auch das sonstige Design gehalten. Pressalit stellt sowohl sehr einfache Sitze her als auch solche mit Extras wie einer Absenkautomatik. Da in Dänemarkt ganze Serien gefertigt werden, sind die Sitze natürlich darauf abgestimmt. Aus diesem Grund sollten Besitzer anderer Serien sehr genau auf die Abmessungen achten.

Pressalit spielt im oberen Preissegment mit. Ein Sitz ohne Extras kostet den Endverbraucher 60 bis 70 Euro. Sollen auch noch Extras mit dabei sein, kann ein Sitz bis zu 110 Euro kosten.

Subway

Subway WC-Sitze werden von Villeroy und Boch in Deutschland gefertigt. In den Maßen sind sie perfekt auf die übrigen Produkte des Keramikherstellers abgestimmt. Um sich in diesem Design einzufügen sind alle Modelle in Weiß gehalten. Neben einfachen Modellen hat Villeroy und Boch auch an Extras gedacht. Einige Sitze lassen sich besonders leicht und schnell öffnen und schließen sich automatisch und leise. Gefertigt sind sie aus Duroplast - einem sehr robusten Material, dass sich leicht reinigen lässt.

Den Preis hat der bekannte Hersteller ganz oben angesetzt. Für einen einfachen Sitz ohne Extras muss der Verbraucher mit Preisen um die 70 Euro rechnen. Der Sitz mit allen angebotenen Extras kostet im Handel 170 Euro.

Toto

Toto ist ein Hersteller aus Deutschland, der sich vollkommen auf WC-Sitze und Spülkästen spezialisiert hat. Entsprechend groß ist die Produktpalette des Hauses. Es gibt einfache WC-Sitze und Lösungen für den gehobenen Anspruch - sie verfügen über eine Funktion zum schnellen Öffnen und leichten Schließen. Auch Kunden, die spezielle Lösungen brauchen, werden bei Toto fündig. Das Design der Sitze ist einfach gehalten. Die einzige Farbe, die sich im Katalog findet ist weiß. Die Maße der Sitze sind auf alle handelsüblichen Toilettengrößen abgestimmt.

Die Preise bei Toto sind vergleichsweise hoch. Die Sitze mit allen Extras schlagen laut Listenpreis mit rund 150 Euro zu Buche, die einfachen Modelle mit 70 Euro.

Vigour

Vigour hat seinen Sitz in Berlin. Das Unternehmen hat verschiedene Produktlinien für das ganze Bad im Angebot - und damit natürlich auch WC-Sitze. Das Design der Produktlinien ist insgesamt sehr schlicht gehalten. Farblich macht Vigour keine Experimente, die Sitze sind weiß. Im Angebot finden sich ganz einfache Sitze und Modelle mit Absenkautomatik. Alle Modelle sind auf die übrigen Produkte des Hauses abgestimmt, können aber auch auf anderen Modellen montiert werden. Die Preisspanne reicht von 40 Euro für einen ganz einfachen Sitz bis 80 Euro für ein Modell mit allen Extras.

Villeroy und Boch

Villeroy und Boch produziert in Deutschland für Großkunden und Endverbraucher Badausstattungen und damit auch WC-Sitze. Das Design der Sitze ist wie in dem Hause üblich sehr schlicht gehalten. Im Angebot finden sich fast ausschließlich weiße Sitze. Sie sind so bemessen, dass sie sowohl auf die Schüsseln von Villeroy und Boch als auch auf andere Modelle passen. Hier sollte aber vorher genau nachgemessen werden. Auch für Sondergrößen hält Villeroy und Boch Lösungen bereit. Im Angebot finden sich sowohl ganz einfache Sitze als auch Modelle mit Extras, wie Softclose Funktion. Einfache Sitze kosten im Handel um die 50 Euro, für Modelle mit Extras werden um die 100 Euro fällig. Aufgrund der Größe des Angebots gibt es aber auch noch wesentlich teurere Modelle.

Vitra

Der Hersteller der Vitra WC-Sitze hat seinen Sitz in Istanbul. Hier werden vor allem Produkte für das heimische Bad produziert - und damit natürlich auch WC-Sitze. Das Design von Vitra ist sehr schlicht gehalten. Die Sitze sind, wie die übrigen Produkte, in schlichtem Weiß gehalten. Daneben gibt es auch noch eine Produktlinie aus Edelstahl. Die Kunden können zwischen einfachen Modellen und Sitzen mit Absenkautomatik wählen. Auch wenn die Sitze auf die hauseigenen Produkte abgestimmt sind, können sie auch mit anderen Modellen kombiniert werden. Hier empfiehlt es sich jedoch noch einmal genau nachzumessen.

Die Preise bei Vitra sind sehr günstig gehalten. Ein WC-Sitz ohne Extras kostet im Handel 20 Euro. Sollen Extras wie die Absenkautomatik dazukommen, werden um 50 Euro fällig. Für die Sonderlinie aus Edelstahl werden ungefähr 70 Euro fällig.

Wenko

Wenko produziert in Deutschland WC-Sitze für modebewusste Kunden. Auch wenn das Unternehmen einfache weiße Sitze im Angebot hat, liegt der Fokus deutlich auf bunten Farben und ausgefallenen Mustern. Dabei gibt es im Wesentlichen zwei Produktlinien zu unterscheiden: Ganz einfache Sitze und Modelle mit Absenkautomatik. Die Maße sind dabei so gestaltet, dass die Sitze auf die meisten Toiletten passen. Beim Material greift Wenko auf Duroplast und bei einigen Modellen auch auf MDF zurück, dass Metall gleichsieht - je nach Design.

Für einfache Sitze werden um die 30 Euro fällig, Modelle mir Absenkautomatik kosten um die 60 Euro. Ausgefallene Designs können teurer sein.

WC-Sitz Reinigung und Pflege

Wie wird ein WC-Sitz richtig gereinigt?

Für viele Menschen ist das Reinigen eines Toilettensitzes eine ungeliebte Aufgabe. Dennoch ist dies sehr wichtig, da er jeden Tag mehrfach mit unserer Haut in Kontakt kommt. Heutzutage werden für den WC-Sitz sehr häufig Materialien verwendet, die leicht zu reinigen sind. Dennoch gibt es hierbei einige Punkte zu beachten, um ihn von Bakterien und Keimen zu befreien. Der folgende Text beschreibt, wie dies idealerweise gemacht wird und erläutert, welche Fehler vermieden werden sollten.

WC-Reinigung leicht gemacht

Da die meisten für WC-Sitze verwendeten Materialien über porenlose Oberflächen verfügen, erweisen sie sich in der Regel als sehr pflegeleicht. Keime, Schmutz und Bakterien können sich nicht so leicht festsetzen. Dies gilt für Modelle aus Holz, Edelstahl und auch aus Kunststoff. In der Regel reicht es, für die Reinigung milde Seifenlauge oder einen gewöhnlichen Essigreiniger zu verwenden. Für Tiefenreinheit sorgt hingegen ein Reinigungsmittel mit Essig- oder Zitronensäure.

Hierfür werden lediglich einige Spritzer auf die Ober- und Unterseite der Brille und des Deckels gegeben. Anschließend werden diese mit einem feuchten Schwamm oder Tuch verrieben. Danach werden alle Flächen noch einmal mit einem feuchten Lappen und etwas klarem Wasser übergewischt und abgetrocknet. Auf diese Weise ist der Sitz in wenigen Minuten frisch und rein. Um die Arbeit etwas angenehmer zu gestalten, können hierbei Gummihandschuhe getragen werden.

Die Intensivreinigung

Neben der oben beschriebenen schnellen Säuberung ist es auch ab und zu notwendig, den WC-Sitz einer Intensivreinigung zu unterziehen. Hierbei werden die folgenden Arbeiten durchgeführt:

  1. Schritt: Deckel abmontieren und mit heißem Wasser abspülen<
  2. Schritt: Sitz mit dem oben erwähnten Essig- oder Zitronenreiniger einsprühen und diesen rund eine Stunde lang einwirken lassen
  3. Schritt: Mit einem weichen Schwamm hartnäckige Verunreinigungen lösen
  4. Schritt: WC-Sitz noch einmal mit heißen Wasser abspülen, um eventuelle Rückstände des Reinigungsmittels zu entfernen
  5. Schritt: WC-Sitz abtrocknen und mit einem Montageschlüssel wieder auf die Keramik montieren

Welche Fehler sollten bei der Reinigung eines WC-Sitzes vermieden werden?

Zunächst sollte für die Toilettenschüssel und den WC-Sitz nicht derselbe Putzlappen verwendet werden. Denn so würde die Gefahr bestehen, dass Keime und Schmutz verteilt würden. Um das Material nicht zu beschädigen, sollten keine sehr harten Schwämme oder Scheuerbürsten verwendet werden. Denn mit diesen könnte die Beschichtung zerkratzt werden, wodurch die Ansiedlung von Bakterien begünstigt würde. Ähnliches gilt für die Wahl des jeweiligen Reinigungsmittels.

Denn Scheuermittel und sehr scharfe Reiniger können dem Material auf Dauer schaden, da die Schutzschicht angegriffen und zerstört wird. Zudem besteht durch eventuelle Rückstände auf dem WC-Sitz die Gefahr, dass die Haut gereizt wird. Besser ist es, Allesreiniger, Essigreiniger oder alternativ auch eine milde Seifenlauge für die Reinigung zu verwenden.

Wie sollten Urinflecken auf dem WC-Sitz entfernt werden?

Es passiert sicherlich jedem einmal, dass einige Urinflecken auf dem WC-Sitz zurückbleiben. Insbesondere bei Kindern geschieht dies sehr schnell. Werden die Flecken sofort mir einem feuchten Tuch aufgewischt, bleiben in der Regel keine Rückstände zurück. Häufig bleiben sie allerdings einige Minuten oder Stunden unentdeckt, was im schlimmsten Fall auch dazu führen kann, dass sich die Spritzer sozusagen in das Material einfressen und es zerstören.

Und dann verbleiben unschöne gelbe Flecken auf dem WC-Sitz, die nicht selten der Grund für einen Neukauf sind. Ähnlich verhält es sich, wenn sich Tropfen am unteren Rand der Brille durch hochspritzendes Urin ansammeln. Hier kann es helfen, die Oberfläche (unten und oben) mit einem sogenannten Schmutzradierer zu behandeln. Durch die Reinigung mit einem Dampfreiniger werden die Umwelt und das Material geschont. Zudem wird der WC-Sitz hierdurch auch desinfiziert.

Wie können Verfärbungen auf dem WC-Sitz entfernt werden?

Nicht nur durch Urinspritzer können unschöne Flecken auf dem WC-Sitz entstehen. Denn auch aufsteigende Dämpfe der verwendeten Toilettenreiniger und Feuchtigkeit können der Brille ihren Glanz nehmen. Daher sollte diese während der Reinigung hochgeklappt werden, damit die Dämpfe optimal entweichen können und das Material geschont wird. Sie wird erst wieder nach unten geklappt, wenn alle Rückstände des verwendeten Reinigers weggespült wurden.

Wie werden die Scharniere sauber gehalten?

Nicht nur der Deckel, sondern auch die Scharniere sollten regelmäßig gereinigt werden. Bei Modellen aus verchromtem Messing, Edelstahl oder Kunststoff fällt die Reinigung vergleichsweise einfach aus. Hierfür reicht es aus, mit einem handelsüblichen Essigreiniger über die Scharniere zu wischen und diese anschließend abzuwaschen und abzutrocknen.

Sind hartnäckige Verschmutzungen zu erkennen, können diese mit einer alten Zahnbürste entfernt werden. Häufig wird angenommen, dass es sich bei Wasser- und Urintropfen auf Scharnieren aus Messing oder Edelstahl um Rost handelt. Da diese Materialien allerdings kaum rosten können, handelt es sich hierbei ganz einfach um Verschmutzungen. Diese lassen sich mit einer Edelstahlpolitur oder alternativ auch mit einem Ceran-Kochfeldreiniger beseitigen.

Moderne Nanobeschichtungen sorgen für noch mehr Hygiene

Für noch mehr Hygiene sorgen Modelle, die über eine moderne Nanobeschichtung verfügen. Diese sorgt dafür, dass die Brille einen sogenannten Lotus-Effekt erhält. Dadurch perlen Verunreinigungen, Wasser und auch Keime ab und sammeln sich nicht an dem Sitz an. Sehr nützlich ist auch die sogenannte Take-Off-Funktion. Diese ermöglicht es den WC-Sitz für die Reinigung in einem 90-Grad-Winkel aufzustellen und abzuziehen. Dadurch können auch schwer erreichbare Stellen mit einem Tuch gereinigt werden und das ohne den Sitz mühsam abschrauben zu müssen.

Regelmäßiges Reinigen erleichtert die Arbeit

Wird der WC-Sitz regelmäßig gereinigt, fällt die Arbeit deutlich leichter aus. Denn so kann verhindert werden, dass sich hartnäckiger Schmutz ansammelt, der dann nur noch sehr aufwendig entfernt werden kann. In der Regel reicht es aus, die Brille einmal in der Woche zu säubern. Wenn allerdings Flecken erkannt werden, sollten diese sofort entfernt werden, um ein Verfärben zu verhindern. Die ungeliebte Arbeit ist übrigens deutlich angenehmer, wenn im Hintergrund die Lieblingsmusik läuft.

WC-Sitz montieren

In 3 Schritten den neuen WC-Sitz einbauen

Sei es innerhalb einer Badezimmer-Sanierung, beim Einzug oder weil die Toilettenbrille nach häufigem Nutzen nicht mehr ansehnlich aussieht: Das Knowhow über die Montage eines neuen WC-Sitzes braucht früher oder später wohl jeder. Da insbesondere die WC-Brille tagtäglich benutzt und somit auch abgenutzt wird, ist es sinnvoll, diese alle drei bis acht Jahre zu erneuern.

Auf dem Markt sind die verschiedensten Modelle erhältlich, doch glücklicherweise ähneln sich alle beim Einbau. Mithilfe dieser Schritt-für-Schritt Anleitung tauscht Du die WC-Utensilien schnell und einfach in Eigenregie.

Was Du für die Montage brauchst

neuen Toilettendeckel mit Sitzbrille und Material zum Befestigen

  • Gummihandschuhe
  • Kriechöl
  • Schraubenzieher
  • falls vorhanden: einen Montageschlüssel für denWC-Deckel, sonst eine Kombizange für Flügelschrauben
  • Gummihandschuhe
  • falls vorhanden: einen Montageschlüssel für WC-Deckel, sonst eine Kombizange für Flügelschrauben
  • Ratsche (Knarrenkasten), die auf die unteren Befestigungsmuttern passt
  • hochwertiges Reinigungsmittel für Keramik
  • eventuell eine Metallsäge oder Beißzange
  • Taschenlampe
  • eventuell Rostlöser

Schritt 1: Welcher Sitz darf es sein?

Toilettensitze sind in den unterschiedlichsten Designs sowie den verschiedensten Materialien erhältlich. Die gängigsten Modelle bestehen aus Kunststoff, Holzfaserplatten oder lackiertem Holz. Diese Werkstoffe überzeugen dank ihrer porenfreien Oberflächenbeschaffenheit durch Stabilität, Hautfreundlichkeit und überdurchschnittlicher Hygiene. Speziell für Kinder sind antibakterielle WC-Sitze oder Toilettensitze mit integriertem Aufsatz erhältlich.

Toilettendeckel mit einer Absenkautomatik punkten durch die automatische Abbremsung beim Schließen. Dadurch wird gewährleistet, dass die Toilette behutsam und vor allem leise zuklappt.

Bei der Wahl des neuen WC-Sitzes kannst Du beispielsweise zwischen Toilettensitzen und Deckel aus robustem Holz wählen oder Dich für WC-Deckel aus Keramik entscheiden. Die verschiedenen Modelle von Toilettendeckeln solltest Du besonders beachten, falls es sich bei Deinem WC-Sitz um keinen Standarddeckel handelt. Im Notfall kannst Du die Maße des alten WC-Deckels notieren, dir eine Schablone vom Sitz anfertigen oder ihn zum Kauf gar als Vorlage mitnehmen. Besitzt Du das klassische Modell, dann sind alle Toilettendeckel gleich in ihren Maßen.

Völlig unabhängig von Deiner Auswahl gestaltet sich die Art der Befestigung – und die ist glücklicherweise immer dieselbe. Somit sind die nachfolgenden Montage-Schritte als allgemeingültig für die unterschiedlichen Produkte und Bauweisen zu sehen.

Schritt 2: Weg mit dem alten Deckel

Willst Du den neuen WC-Sitz direkt auf einer neuen Toilette anbringen, dann kannst Du sofort mit der Arbeit beginnen. Lege Dir vorab etwas Kriechöl, eine Kombizange und den Toiletten-Sitz mit den passenden Befestigungsteilen zurecht.

Soll der alte WC-Sitz hingegen nur ausgetauscht werden, wird dieser zunächst abmontiert. Um die oftmals festsitzenden Schrauben zu lösen, wird etwas Kriechöl an die Befestigung gegeben. Die Löcher findest Du am seitlichen, hinteren Ende der WC-Schüssel. Leuchte mit der Taschenlampe seitlich in die Öffnungen der Verschraubung. So kannst Du das verwendete Material besser erkennen.

Bei den Muttern handelt es sich in der Regel um Flügelmuttern. Sollten diese festgerostet sein, öffnest Du die Verschraubungen behutsam mit der Zange. Wurden stattdessen herkömmliche Muttern verbaut, setzt Du eine Nuss auf und löst die Konstruktion. Lässt sich durch den Rost oder durch einen zu festen Anzug nichts öffnen oder gar abreißen, kommt die kleine Eisensäge zum Einsatz.

Nach der Demontage reinigst Du die freigelegten Stellen gründlich, bevor Du den neuen Toilettensitz anbringst. Vor allem die Bohrungen an der Keramik wiesen nun viel Schmutz auf, der sich oft unter den breiten Gummidichtungen sammelt.

Schritt 3: So bringst Du den neuen Sitz an

Nach der gründlichen Reinigung führst Du die beiden Gewindestangen der Toilettenbefestigung in die vorgesehenen Öffnungen. Der neue Deckel wird also in entgegengesetzter Reihenfolge eingebaut. Du kannst dazu natürlich auch die beiliegende Montageanleitung zu Rate ziehen. Im Anschluss steckst Du die Belegscheiben oder Dichtungen auf das Gewinde. Die Stangen des neuen Sitzes kannst Du nun durch die vorgesehenen Aufnahmen im WC stecken.

Von unten wird die Toiletten-Gewindestangen-Konstruktion wiederrum mit Belegscheiben oder Dichtungen versehen. Zuletzt drehst Du die beiliegenden Flügelschrauben von unten auf die Gewindestangen. Ziehe diese allerdings noch nicht fest.

Zuerst wird nämlich die Position des neuen WC-Sitzes kontrolliert. Sollte dieser bereits mittig platziert sein, kannst Du die Schrauben festziehen. Ist das nicht der Fall, justierst Du die Scharniere einfach noch einmal auf der Keramik. Dabei arbeitest Du mit den Angeln des WC-Sitzes, welche Du am oberen Ende der Gewindekonstruktion findest.

Die offenen Seiten sollten hierbei genau gegenüberliegen. Drehe beide Angeln um etwa 45 Grad nach vorn und bringe die beiliegenden Zapfen des Toilettensitzes an den offenen Stellen an. Bringe im Anschluss den noch schrägen Deckel in die gewünschte Position und führe Angel und Zapfen dabei direkt aufeinander zu. Durch Deine Drehbewegung sollte der Zapfen nun automatisch in die offenen Stellen rutschen. Zum Schluss stehen sich die flexiblen Befestigungen wieder gegenüber.

Achte dabei stets darauf, nicht zu viel Druck auszuüben – sonst gibt es unschöne Kratzer auf der Toilettenschüssel oder die Schrauben werden in Mitleidenschaft gezogen.

Tipps & Tricks

Die Verschraubung lässt sich einfach nicht lösen

Bei ausgesprochen alten Modellen passiert es häufig, dass Rost der Gewindestange so stark zusetzt, sodass die Bauteile vollständig zerfressen sind. Die Scharniere kleben praktisch an der Keramik und lassen sich kaum bewegen und schon gar nicht öffnen. In diesem Fall verwendest Du nochmal das Kriechöl und sprühst die Befestigungen kräftig ein. Hier ist es sinnvoll, das Öl sogar über Nacht einwirken zu lassen, um die Keramik vor möglichen Kratzern durch zu starke Druckeinwirkung zu schützen.

Am nächsten Tag versuchst Du wiederrum mit der Zange die Verschraubungen zu öffnen. Sollte alles nichts helfen und die Befestigung lässt sich nicht lösen, kommt die Metallsäge zum Einsatz. Vorsichtig sägst Du die Gewindestange im oberen Bereich der Keramik ab. Die verbleibenden Metallteile fallen dann einfach ab. Im Anschluss reinigst Du die Toilette gründlich, vor allem im Bereich der Bohrungen und Abdichtungen.

Der WC-Sitz wackelt – was tun?

Der Toilettendeckel wird unzählige Male jeden Tag bewegt und muss den tagtäglichen Belastungen standhalten. Dass der WC-Sitz zu wackeln beginnt und verrutscht ist also nur eine Frage der Zeit. In der Regel sind es Kleinigkeiten, die sich im Handumdrehen beheben lassen. Lose oder lockere Scharniere sorgen für das Wippen oder Rutschen. Zuerst kontrollierst Du also, ob die Scharniere und Befestigungen einwandfrei miteinander verbunden sind. Ist das nicht der Fall, ziehst Du sie einfach wieder fest.

Ein wackliger Toilettensitz kann allerdings auch dem Vergessen der Gummiunterlegscheiben zugrunde liegen: Die Dichtungen sind vor allem bei einer hastigen Montage schnell vergessen und der Deckel beginnt zu rutschen. Das Gewinde bekommt ohne die Unterlegscheiben zu viel Spielraum. Kontrolliere also bei einem wackelnden WC-Sitz, ob das gesamte Material verbaut wurde. Ist das bereits der Fall, kann es an zu dünnen Gummischeiben liegen. Die Schrauben können bei unzureichender Dichtung nicht richtig festgezogen werden. Die zu dünnen Scheiben tauschst Du dann einfach gegen hochwertigere Varianten aus und das Wackeln ist schnell behoben.

Video: WC- Sitz montieren

WC-Sitz Materialien Vor- und Nachteile

Jeder von uns sitzt jeden Tag mehrfach auf dem WC-Sitz. Und dies soll natürlich so komfortabel wie möglich sein. Der perfekte WC-Sitz muss ein weiches Sitzgefühl, eine hohe Stabilität und auch eine angenehme Oberflächenwärme aufweisen. Er kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen, die jeweils einige Vor- und auch Nachteile haben.

Welches WC-Sitz Material für einen Toilettendeckel am geeignetsten ist, ist  Geschmackssache. Wir stellen die handelsüblichen Materialien mit ihren Vor- und Nachteilen vor, damit ihr selbst entscheiden könnt, welcher Deckel zu euch passt 🙂.

​Bei der Bewertung der Materialien haben wir folgende Kriterien herangezogen:

Preis: Was kostet der WC-Sitz?

​Die meisten Toilettenbrillen liegen in einem Preisbereich zwischen 10-50 Euro. Zwar spielen auch Funktionen und Design eine Rolle für den Preis, aber das Material gibt bereits eine Richtung vor.

Pflege: Wie pflegeleicht ist der WC-Sitz?

Beim WC spielt Hygiene eine besonders große Rolle. Ein Toilettensitz, der sich nicht einfach reinigen lässt, ist unpraktisch. Deswegen achten wir darauf, wie pflegeleicht das jeweilige Material ist.

Sitzkomfort: Warm oder kalt?

Unterschiedliche Materialien bieten ein unterschiedliches Sitzgefühl. Manche sitzen auch im WC gerne warm und gemütlich. 

Robustheit: Was hält der Toilettendeckel aus?

Die Robustheit einer Toilettenbrille trägt zum Sitzkomfort bei, weil sie ein sicheres Gefühl verleiht. Natürlich sind robuste WC-Sitze auch langlebiger.

Recyclebar: Wie umweltfreundlich ist das Material?

Die verschiedenen Materialen lassen sich nicht alle recyclen, auch das ziehen wir in Betracht.

Anhand dieser Kriterien wollen wir euch helfen, das richtige Material​ für eure Ansprüche zu finden. Los geht's mit dem ersten Material.

Duroplast

Der Kunststoff Duroplast bleibt auch bei sehr hohen Temperaturen formstabil. Zudem besitzt er eine antibakterielle Eigenschaft, die bei einem WC-Sitz sehr wichtig ist. Durch eine glatte und porenlose Oberfläche können sich Schmutz und Keime nicht festsetzen.

Duroplast kann ohne Probleme desinfiziert werden, da er eine hohe Resistenz gegen diverse Chemikalien besitzt. Vorteilhaft ist auch, dass das Material bruchsicher und daher auch langlebig ist. Sehr hochwertige Modelle halten sogar sehr heißer Zigarettenglut stand, wodurch sie auch für Örtlichkeiten mit einem sehr hohen Besucheraufkommen geeignet sind.

Duroplast WC-Sitz bei Amazon

cornat tarox

Als Nachteil muss allerdings erwähnt werden, dass Duroplast nicht recycelbar ist und über eine vergleichsweise kalte Haptik verfügt. Diese Toiletten-Sitze können ab 13 Euro erworben werden


POSITIV

  • pflegeleicht
  • preiswert
  • leicht & robust
  • große Auswahl


NEGATIV

  • Nicht recylebar
  • fühlt sich kalt an

Holz

Toilettensitze aus Holz bieten dem Nutzer zahlreiche Vorteile. Durch unterschiedliche Maserungen und Holzfärbungen ist jedes Modell ein Unikat. Mithilfe moderne Verarbeitungstechniken kann ein buntes Farbspektrum erzeugt werden. Viele Modelle sind zudem mit einem Acrylüberzug versehen, wodurch sie eine hochglänzende Oberfläche erhalten. Da diese natürliche WC-Brille aus unterschiedlichen Holzarten, wie zum Beispiel aus Kiefer, Nussbaum, Buche oder auch Eiche gefertigt wird, entsteht ein edles und individuelles Design. Zudem bietet dieses Material dem Nutzer ein warmes und weiches Sitzgefühl.

Holz WC-Sitz bei Amazon

WC Sitz Holz

Auch Holz verfügt über eine antibakterielle Wirkung, sodass es sehr keimarm ist. Moderne Varianten sind erstaunlich pflegeleicht und auch robust. Um dies zu erreichen, wird das Holz mit einer wasserabweisenden Lackierung versehen. Diese sorgt zudem dafür, dass eine glatte Oberfläche entsteht, die sehr einfach und schnell gereinigt werden kann. Allerdings ist Holz nicht ganz so langlebig wie Kunststoff, kann sich unter Umständen verfärben, ist nicht chemikalienresistent und auch vergleichsweise teuer (ab 30 Euro). Ein großer Vorteil ist hingegen, dass das Material recycelt werden kann.


POSITIV

  • fühlt sich warm an
  • Holzoptik
  • natürlich & recylebar


NEGATIV

  • höherpreisig
  • nicht langlebig

MDF

Wenn Sie nicht auf die Vorzüge einer WC-Brille aus Holz verzichten, aber nicht ganz so viel Geld ausgeben möchten, kann ein Modell mit MDF-Kern die richtige Wahl sein.

Die Abkürzung steht für "mitteldichte Holzfaserplatte". Hierbei handelt es sich um einen Werkstoff, der aus kleinen Resten und Fasern von Holz besteht. Diese werden zusammengepresst, wodurch ein leichtes und trotzdem stabiles Material entsteht.

Um eine schöne Optik zu erhalten, wird das Produkt mehrfach lackiert. Dadurch, dass die Beschichtung wasserabweisend ist, wird der WC-Sitz vor diversen äußeren Einflüssen geschützt und vergleichsweise langlebig und robust gemacht. Zudem verleiht die Beschichtung der Brille ein schönes Aussehen. Im Handel werden unterschiedlichste Modelle in zahlreichen Designs angeboten.

MDF WC-Sitz bei Amazon

WC Sitz MDF

Wenn Sie sich den klassischen Holz-Look wünschen, sollten Sie ein Produkt wählen, das mit einer Lasierung versehen ist. Achten Sie bei der Wahl eines bestimmten Produktes auf eine möglichst dichte Beschichtung, um eventuelle Wasserschäden vermeiden zu können. Ein weiterer Vorteil des WC-Sitzes aus MDF ist das weiche und warme Sitzgefühl, wie es auch bei dem Echtholz-Modell der Fall ist.


POSITIV

  • fühlt sich warm an
  • pflegeleicht
  • recylebar


NEGATIV

  • nicht langlebig

Polyresin

Polyresin wird auch als Kunststein bezeichnet und besteht aus mineralischen oder auch harzgebundenem Material. Es wird per Hand in eine Form gegossen, wodurch ein Unikat entsteht. WC-Sitze aus Polyresin werden in vielen unterschiedlichen Farben angeboten und sind auch in einer transparenten Optik mit diversen eingeschlossenen Objekten erhältlich.

So werden zum Beispiel Muscheln, Stacheldraht oder auch Luftblasen während des Gießens in das Material eingearbeitet, wobei das Polyresin diese Gegenstände fest umschließt.

Polyresin WC-Sitz bei Amazon

Polyresin WC Sitz

Es gibt auch Modelle, denen organische Stoffe beigemischt werden. Auf diese Weise können unterschiedliche Stein-Designs erzeugt werden, wie zum Beispiel Marmor oder Sandstein. Polyresin ist sehr pflegeleicht und ebenfalls resistent gegen diverse Chemikalien. Wenn der WC-Sitz einmal gröbere Verschmutzungen aufweisen sollte, können für die Reinigung daher auch chemische Produkte genutzt werden. WC-Sitze aus Polyresin sind ab acht Euro erhältlich.


POSITIV

  • pflegeleicht
  • leicht
  • kostengünstig


NEGATIV

  • fühlt sich kalt an

Thermoplast

Bei Thermoplast handelt sich um einen weiteren Kunststoff, der sich als Material für WC-Sitze eignet. Er lässt sich ab Erreichen einer bestimmten Temperatur kontinuierlich verformen, bis die gewünschte Form erreicht ist. Thermoplast ist sehr robust und widerstandsfähig und kann daher durch eine hohe Lebensdauer punkten. Wie auch WC-Sitze aus anderen Kunststoffen, können auch diese Modelle in zahlreichen Farben und Formen erworben werden. Sehr günstige Modelle sind allerdings nicht besonders wertig und müssen nach einiger Zeit ausgetauscht werden.

Thermoplast WC-Sitz Amazon

thermoplast wc sitz

Grundsätzlich lassen sich die glatten Flächen sehr einfach reinigen. Bei starken Verschmutzungen können auch chemische Reinigungsmittel verwendet werden. Thermoplast ist recycelbar, weist aber auch eine kalte Haptik und eine nicht sehr wertige Optik auf. Günstige Modelle werden ab acht Euro angeboten.


POSITIV

  • recyclebar
  • kostengünstig


NEGATIV

  • fühlt sich kalt an